Die Umweltgemeinschaft auf abenteuerlichen Wegen - Waren die Treffen der Umweltgemeinschaft bisher eher eine Sache der „Chefs“, so soll sich dies auf Initiative der Schreinereien Maul, Müller und Schlingmann in Zukunft grundlegend ändern.
Alle drei Firmen der Umweltgemeinschaft im Tischlerhandwerk Hessen hatten sich mit ihren Mitarbeitern in Bad König im Odenwald eingefunden. Dort stärkten sich die 28 Tischler, darunter immerhin 7 Frauen, erst einmal an einer langen Tafel mit einem zünftigen Handwerker-Frühstück für die geplanten Aktivitäten.
Gegenseitiges Kennen lernen, gemeinsamer Spaß und der lockere Austausch untereinander sollten im Mittelpunkt dieses Tages stehen. So bekam der Kletterpark im Würzberger Wald bei Michelstadt schon wenig später Besuch von einer größeren Ansammlung „Holzwürmer“, die sich gut gesichert über den Hochseil-Parcours bewegten. So manchem wurde es mulmig in der Magengegend, wenn er auf den hohen Plattformen stand. Zum Teil war Geschicklichkeit und Kraft gefordert, die Aufgaben in schwindelnder Höhe zu meistern. Der „große Tarzansprung“ kostete nicht nur die zaghaften unter den Schreinern einiges an Überwindung. Gegenseitiges Aufmuntern und Anfeuern, neben einer Menge Spaß bei den rasanten Abfahrten am Drahtseil, lockerte die Stimmung unter den meist jungen Tischlern der drei hessischen Betriebe.
So waren sich beim abschließenden Kaffeetrinken in der Schreinerei Schlingmann alle einig, dass man ein solches Treffen auf jeden Fall wiederholen sollte. Mit viel Eifer überboten sie sich gegenseitig mit originellen Vorschlägen für die diesjährige Feier zum 10jährigen Bestehen der Umweltgemeinschaft im Oktober.
Im Hinblick auf die Inhalte der Umweltgemeinschaft wurde allerdings deutlich, dass es den Chefs nur ansatzweise gelungen ist, diese an ihre Mitarbeiter weiter zu geben. Doch schien bei allen ein Gespür dafür vorhanden zu sein, dass es sich bei dieser Gruppe um etwas Besonderes, mit neuen und außergewöhnlichen Ansätzen, handelt. Und es war ein gewisser Stolz zu spüren, selbst dazu zu gehören. Zum Abschluss stellten die aus Freiensteinau und Ober-Hörgern angereisten Schreiner im Hof der Schlingmanns unter Einsatz von schwerem Werkzeug und Manneskraft einen selbst gefertigten Wegweiser auf, der in die Richtung der beiden Betriebe zeigt, um damit die Verbundenheit zu demonstrieren.