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Projekt der Kinder- und Jugendförderung: Mit Blick auf das Berufsleben trainieren Jugendliche soziale Kompetenzen

Die eigenen Fähigkeiten erkennen, stärken und nutzen
Projekt der Kinder- und Jugendförderung: Mit Blick auf das Berufsleben trainieren Jugendliche soziale Kompetenzen


„Ich setz’ mich gleich zuhause hin und fang an, meine Bewerbungen zu schreiben“ - so lautete das Fazit einiger Schüler der „EiBe“-Klasse (EiBe = Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt) der Beruflichen Schulen des Odenwaldkreises, die in der Zeit vom 18. bis zum 20. April 2007 an einem Projekt der Kinder- und Jugendförderung teilgenommen hatten. Hoch motiviert und interessiert zeigten sich die elf Jungen der Klasse von Lehrer Thomas Wörner und der Sozialpädagogin Britta Jäger während des sozialen Kompetenztrainings an den ersten zwei Tagen in den Räumen der katholischen Kirche in Michelstadt.

Dabei ging es unter anderem darum, sich eigener Stärken und Schwächen bewusst zu werden sowie Teamfähigkeit, Ausdrucksfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Durchhaltevermögen in verschiedenen kooperativen Gruppenaufgaben zu testen. In den darauf folgenden Auswertungsgesprächen stellten die Projektleiter immer wieder den Bezug zwischen dem Schüler-Profil und den Anforderungen der Arbeitswelt her.

Den Höhepunkt des Projekts bildete dann ein Aktionstag in Darmstadt. Nach der gemeinsamen Anreise mit dem Zug schwärmten die Kleingruppen aus, um verschiedene Termine und Aufgaben an unterschiedlichen Orten in Darmstadt wahrzunehmen. Andrea Münch und Jens Groh von der Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises hatten dafür drei verschiedene Routen ausgearbeitet.

Während die erste Gruppe sich bei einem Ausbildungsberater der Handwerkskammer über verschiedene Ausbildungsberufe für Hauptschüler informierten, nahm die zweite Gruppe das Angebot einer Ausbildungsberaterin der Industrie- und Handelskammer wahr. Die dritte Gruppe wurde von Luigi Beltempo, einem Sozialpädagogen beim Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, über Möglichkeiten der weiteren Qualifizierung nach „EiBe“ informiert, besonders für den Fall, dass sie keinen Ausbildungsplatz finden sollten.

Danach ging die Rallye quer durch die Stadt zu markanten Punkten wie Luisenplatz, Mathildenhöhe und Stadion am Böllenfalltor. Dort hatten die Jugendlichen verschiedene Aufgaben zu lösen, bevor die Gruppe sich zum gemeinsamen Mittagessen wieder in der Stadt treffen sollte.

Danach nahm die Gesamtgruppe an einer Führung beim Internationalen Bund (IB) teil. Sozialberater Jochen Reese informierte die Jugendlichen über die Rahmenbedingungen der überbetrieblichen Ausbildung zum Tischler oder Holzbearbeiter und führte sie durch die Holzwerkstatt.

Das Ziel der Veranstaltung, den Jugendlichen die Scheu zu nehmen, sich auch über den Odenwaldkreis hinaus über Möglichkeiten ihres weiteren schulischen oder beruflichen Weges zu informieren, Hilfe-Angebote zu nutzen und sich in einer fremden Umgebung zurechtzufinden, war am Ende des Tages erreicht. Auch hatten sie erkannt, wie wichtige Kontakte zu Behörden und Institutionen zu knüpfen und zu nutzen sind. Die Schüler konnten mit diesem Resultat zufrieden sein und hatten die Erkenntnis gewonnen, dass sie ihre Zukunft verstärkt selbst gestalten müssen, um zu einem erfolgreichen Werdegang in Schule und Beruf zu finden.

FOTO:

Informationen zur überbetrieblichen Ausbildung erhielten Odenwälder Jugendliche im Rahmen eines Projektes der Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises bei einer Tour nach Darmstadt. Beim Internationalen Bund (IB) vermittelte ihnen Sozialberater Jochen Reese Einblicke in die Ausbildung zum Tischler oder Holzbearbeiter.

Das Bild im größeren Format sowie viele weitere sehen Sie hier per Klick!

Nachricht vom 26.4.07 00:03

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Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 19. Juni 2013 - BP tmpl

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