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Teambildung unter erschwerten Bedingungen Finanzierung eines fünftägigen Programms durch das Hessische Kultusministerium
„Teambildung“ unter erschwerten Bedingungen Finanzierung eines fünftägigen Programms durch das Hessische Kultusministerium.
Wald-Michelbach Wie schon so oft ist eine Schulklasse aus der Region im Odenwald-Institut auf der Tromm, um teambildende Maßnahmen kennen zu lernen und soziale Kompetenzen zu erweitern. Doch diesmal ist der angesprochene Personenkreis und die Struktur des Seminars etwas Besonderes: Die Jugendlichen sind Schüler einer „SchuB-Klasse“ (SchuB= Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb) und führen die Teambildungs-Maßnahme gemeinsam mit ihren Lehrern durch.
Rainer Kirstätter, langjähriger Trainer des Weiterbildungsinstituts auf der Tromm, arbeitet an fünf Tagen je vier Stunden mit den Schülern. „Ein „Wir-Gefühl“ für die Schüler der SchuB-Klassen ist unentbehrlich für den Lernerfolg, so wie die Erfahrung, dass es miteinander einfacher ist als gegeneinander,“ so Thomas Wilcke, 2. Konrektor der Eugen-Bachmann-Schule und federführend in der Betreuung der SchuB-Klassen. „Die Schüler nehmen an der Maßnahme teil, um zu lernen, dass ein gutes Miteinander es ermöglicht, den Schulalltag gelassener zu bewältigen und die schulischen Leistungen zu steigern.“
Tatsächlich herrscht in diesem Moment konzentrierte Stille und 12 Köpfe sind eifrig über die Tische gebeugt, um eine vom Trainer gestellte Aufgabe gemeinschaftlich zu lösen. Die Förderung von Selbstreflexion sei da nur der Anfang einer langen Kette von Lernprozessen, so Kirstätter. Unausweichlich sei es auch, Selbstvertrauen der Jugendlichen in sich und ihre Leistungsfähigkeit zu stärken. Nachmittags widmet sich Kirstätter den Lehrern.
Für die Lehrkräfte ist es wichtig, sich intensiv austauschen zu können, die besonderen Bedürfnisse der Klasse unter professioneller Leitung anzusprechen und mögliche Vorgehensweisen zu diskutieren. „Dies ist für die Nachhaltigkeit der gelernten Inhalte von großer Bedeutung“, erläutert der Leiter des Odenwald-Instituts, Dr. Wolfgang Greiner das zweigleisig angelegte Konzept. Die im Training gelernten Inhalte könnten so im schulischen Alltag von den Lehrern wieder aufgegriffen und fortgeführt werden.
Die teambildende Maßnahme für die „SchuB-Klasse“, deren erste drei Tage Ende September statt gefunden haben, ist auf insgesamt fünf Tage ausgelegt und wird vom Hessischen Kultusministerium finanziell gefördert. Das Programm wird im Oktober mit zwei weiteren Tagen am Odenwald-Institut abgeschlossen.
Hintergrund: Jugendliche einer SchuB-Klasse müssen sich unter erschwerten Bedingungen „zusammenraufen“. Die in der Pubertät befindlichen Jungen und Mädchen kommen aus verschiedenen Klassen oder Schulen zusammen, um an einer neuen Unterrichtsform mit sehr hohem Praxisanteil teilzunehmen. Zwei von fünf Schultagen verbringen die Schüler in Betrieben, um Praxiskompetenz zu erwerben. Diese Form des Lehrens und Lernens wird seit 2004 an Haupt- und Förderschulen erprobt und durch eine „Qualifizierungsoffensive 2006/07“ an allgemeinbildenden Schulen, die zum Hauptschulabschluss führen, finanziell vom Hessischen Kultusministerium unterstützt.
Das Odenwald-Institut (OI)
Mit 450 Seminaren, Kursen und Veranstaltungen, rund 6.000 Teilnehmenden im Jahr, mit über 250 Kursleitenden, fünf Tagungshäusern, zentraler Küche, Meditationsraum, Buchhandlung und Sauna zählt das OI zu einem der führenden Seminaranbieter in Deutschland. Gegründet wurde das als gemeinnützig anerkannte Institut der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie 1978 von Mary Anne Kübel. Der Schwerpunkt der Bildungsangebote liegt in den Bereichen familiärer, beruflicher und persönlicher Aus- und Weiterbildung und in der ständigen Weiterentwicklung und Anpassung der Angebote an aktuelle Bedürfnisse, Tendenzen und Qualitätsansprüche.
Weitere Informationen erteilt: Silke Lange, Öffentlichkeitsarbeit Odenwald-Institut, Telefon: 06207 605-115, Fax 06207 605 – 111, s.lange@odenwaldinstitut.de
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