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Darmstadt-Dieburg - Verbaler Trost für Kranke - Arbeit der Patientenfürsprecher wird positiv beurteilt

Verbaler Trost für Kranke - Arbeit der Patientenfürsprecher wird positiv beurteilt

Darmstadt-Dieburg
- Das Mittagessen ist manchmal nur lauwarm, eine Therapeutin ist schnippisch, nach dem Klingeln dauert es zu lange, bis die Schwester ins Zimmer kommt - es sind die unterschiedlichsten Beschwerden, die die beiden Patientenfürsprecher Karl Daab (Kreiskrankenhaus Groß-Umstadt) und Robert Middel (Kreiskrankenhaus Jugenheim) zu hören bekommen. Dabei handelt es sich in der Regel nicht wirklich um die weltbewegenden Dinge im Krankenhausalltag, mit denen sich die beiden "wandelnden Kummerkästen" befassen müssen, doch ihre Funktion ist gleichermaßen wichtig für Patienten, Personal und Krankenhausleitung. Sie verstehen sich als Mittler zwischen Kunden und Dienstleister. Die Kranken haben die Gelegenheit, Kritik, Tipps und Wünsche weiterzugeben, die Krankenhäuser erhalten wertvolle Hinweise zu Verbesserungsmöglichkeiten. So wundert es nicht, dass die Fürsprecher auf durchweg positive Resonanz stoßen.

Im Landkreis gibt es diese Art des Beschwerdenmanagements bereits seit 1980. Obwohl im damals gültigen Krankenhausgesetz nicht verankert - die Institution Patientenfürsprecher wurde erst 1990 eingeführt - nahm ein neutraler Interessenvertreter die Mittlerrolle auf. "Wir möchten, dass sich die Kranken angenommen und gut aufgehoben fühlen", sagt Landrat Alfred Jakoubek. Robert Middel und Karl Daab machen daher einmal in der Woche - immer dienstags - die Visite der besonderen Art in den Kreiskrankenhäusern. Sie sprechen Patienten in den Fluren oder in den Zimmern an, gehen durch die Außenanlagen oder besuchen die Cafeterien. Oft reicht verbaler Trost oder ein klärendes Gespräch, in wenigen Fällen wird die Betriebsleitung informiert. Beispielsweise, wenn bei einem Vortrag über gesunde Ernährung für "viel Obst" geworben wird, jedoch danach ein Patient das geringe Obst-Angebot auf dem Speiseplan des Krankenhauses bemängelt.

In ihrem Jahresbericht vermerken die beiden Patientenfürsprecher ausdrücklich, dass die Kreiskrankenhäuser samt ihrem Personal fast ausschließlich positiv beurteilt werden. Obwohl die Patienten immer kritischer werden, wie Karl Daab feststellt. Die meisten Pluspunkte sammeln jedoch die zwei Patientenfürsprecher selbst. Ihre Anwesenheit und damit die Chance, einen Ansprechpartner außerhalb der medizinischen Behandlung zu haben, wurde rundum als äußerst begrüßenswert eingestuft.

pt

Nachricht vom 4.5.06 22:55

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Letzte Aktualisierung: Montag, 20. Mai 2013 - BP tmpl

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