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Kreisbauamt lädt für Sonntag nach Erbach an die Holzhackschnitzelanlage im Schulzentrum am Sportpark ein
Biomasse – erfolgreicher erneuerbarer Energieträger
Kreisbauamt lädt für Sonntag nach Erbach an die Holzhackschnitzelanlage im Schulzentrum am Sportpark ein
In diesem Jahr finden zum siebten Mal die „Europäischen Biomasse-Tage der Regionen“ statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich vor Ort über die verschiedenen Möglichkeiten informieren, Biomasse als Energiequelle oder als Rohstoff zu nutzen. Dazu bietet auch das Kreisbauamt des Odenwaldkreises Gelegenheit, und zwar am kommenden Sonntag, dem 25. September, in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr an der Holzhackschnitzelanlage im Schulzentrum am Sportpark, Im Drachenfeld 2 in Erbach. Die Anlage erreicht eine Wärmeleistung von bis zu 600 kW. Ab 13:00 Uhr steht auch der verantwortliche Projektingenieur für Fragen der Besucher zur Verfügung. Wer Fragen zu der Informationsveranstaltung am Sonntag hat, kann sich auch unter der Rufnummer 0 60 62 / 7 03 66 an das Kreisbauamt wenden.
Der Odenwaldkreis legt großen Wert auf den Einsatz von erneuerbaren Energien um einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen zu leisten. Auch das Land Hessen hat dieses Ziel und will bis 2015 den Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch auf 15 Prozent steigern. Die energetische Nutzung der Biomasse leistet einen wesentlichen Beitrag dazu. Ständig steigende Rohölpreise haben die Nachfrage nach Alternativen der Energieerzeugung sprunghaft ansteigen lassen.
Der Rohstoff Holz ist besonders in der Region Odenwald reichlich vorhanden - er ist deutlich preiswerter als die herkömmlichen Energieträger und damit zu einer interessanten wirtschaftlichen Alternative zur Energiegewinnung geworden. Der Begriff Energieholz findet hier seine Anwendung. Als Energieholz bezeichnet man jenes Holz, das zur Erzeugung von Energie geeignet ist. Es fällt im wesentlichen als Nebenprodukt der Waldpflege und Holzernte als Brennholz sowie in der Holz verarbeitenden Industrie als Restholz an. Heute werden jährlich rund zwei Millionen Kubikmeter feste Holzmasse energetisch genutzt. Sie decken 1,5 Prozent unseres gesamten Energieverbrauchs.
Neben Holzfeuerungsanlagen mit Pellets sind auch mit Hackschnitzeln betriebene Anlagen eine Errungenschaft innovativer Holzfeuerung und verbinden den traditionellen Rohstoff in idealer Weise mit anspruchsvoller Technik und hohem Bedienungskomfort. In Abhängigkeit von dem verwendeten Holzbrennstoff ist die Verbrennungstechnik zu wählen. Diese garantiert einen optimalen Ausbrand und es bleibt nur eine geringe Aschmenge zurück. Die Hackschnitzel werden aus einem Vorratsbehälter, dem Silo, automatisch in den Brennraum des Holzkessels befördert und dort gezündet. Eine manuelle Bedienung ist nicht notwendig.
Eine weitere Veranstaltung zum Thema Biomasse ist für 28./29. September geplant. Unter der Regie des regionalen Unternehmens rEnergO (Gesellschaft zur Förderung, Gewinnung und Nutzung regenerativer Energien mbH) mit Projektleiter Karlheinz Kinzer und dem Sägewerk Monnheimer (Grasellenbach) wird an der Wegscheide Richtung Fürth die Herstellung von Waldhackschnitzeln als hochwertigem Brennstoff tagsüber demonstriert. Weitere Informationen dazu sind telefonisch bei der rEnergO unter 0 60 62 / 94 33 42 zu erfragen.
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