Die Freidemokraten stürzen auch in Hessen ab
Umfragewerte: Mehrheit für Rot-Grün in Hessen – FDP müsste um Einzug in den Landtag zittern
Wiesbaden (pdh) - Nach einer aktuellen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag von FAZ und FFH würde die hessische Landesregierung bei derzeitigen Wahlen aus SPD und Bündnis 90 / Die Grünen gebildet. Die schwarzgelbe Regierung aus CDU und FDP wäre am Ende. Die Freien Demokraten müssten sogar um ihren Wiedereinzug in den Landtag bangen. Die Partei Die Linke wäre im Landtag nicht mehr vertreten.
Der Umfrage zufolge haben CDU und FDP, die seit 2009 in Wiesbaden regieren, deutlich an Zustimmung verloren. Die CDU von Ministerpräsident Volker Bouffier liegt bei 32 Prozent, das sind gut fünf Prozentpunkte weniger als bei der Landtagswahl im Januar 2009 (37,2 Prozent). Die SPD steigert sich von 23,7 auf 29 Prozent. Die Grünen kommen auf 23 (13,7) Prozent. Die FDP stürzt von 16,2 auf fünf Prozent ab. Die Linke liegt bei vier (5,4) Prozent.
Doch damit noch nicht genug der schlechten Nachrichten für die Christdemokraten in Hessen. Überdies bekommt Ministerpräsident Volker Bouffier eine schlechte Beurteilung ins Stammbuch geschrieben. Nach 75 Tagen im Amt rangiert Bouffier auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf beim Wert minus 0,1. Das ist die schlechteste Beurteilung der vier hessischen Spitzenpolitiker. Am höchsten im Kurs steht Tarek Al-Wazir, der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Grünen. Er erreicht plus 0,8. Auch SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel schneidet mit plus 0,3 besser ab als Bouffier und der FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn, der ebenfalls bei minus 0,1 liegt.
Der hessische SPD-Generalsekretär Michael Roth erklärte die Ergebnisse in einer Pressemitteilung. "Wer dauernd Politik gegen die Mehrheit und für die eigene Klientel macht, darf sich nicht wundern, wenn sich die Mehrheit abwendet. Schwarz-Gelb hat fertig - bereits anderthalb Jahren nach der letzten Landtagswahl haben CDU und FDP ihre Mehrheit eindeutig verloren. Das ist die klare Antwort der Wählerinnen und Wähler auf Skandale, Stillstand, Ideenlosigkeit, Pleiten, Pech und Pannen", so Roth.
Der Politische Geschäftsführer der Grünen im Hessischen Landtag, Kai Klose, erklärte: "Wir freuen uns über diesen höchsten jemals gemessenen Grad an Zustimmung. Er ist neben dem spürbaren bundespolitischen Rückenwind Ergebnis unserer Konzentration auf Inhalte und politische Konzepte. Wir werden deshalb nicht übermütig, sondern setzen diese an der Sache orientierte Politik konsequent fort."
Besonders erfreut sind DIE GRÜNEN über die Sympathiewerte für ihren Landes- und Fraktionsvorsitzenden: "Mit Tarek Al-Wazir, der seinen Spitzenplatz als beliebtester Politiker Hessens auch außerhalb des Wahlkampfs behaupten kann, haben wir ein echtes Zugpferd in unseren Reihen", ist Klose überzeugt. "Er ist die Verkörperung unserer politischen Inhalte und verschafft ihnen durch seine persönliche Integrität zusätzliche Glaubwürdigkeit."
Fotos:
01 Keine guten Werte bringt Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzender Volker Bouffier zustande
02 Die FDP stürzt in den Umfragewerten auch in Hessen ab, Landesvorsitzender, Stellvertretender Ministerpräsident und Justizminister Jörg-Uwe Hahn
03 Beliebtester Hessischer Politiker, Tarel Al-Wazir, Landesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen